Andreas Gorke & Gudrun Clausen

„Wasserschatten“

21. November – 20. Dezember 2026

Druckgrafiken, Radierungen und mehr.

„Wasserschatten“ Gudrun Clausen und Andreas Gorke beim Kunstverein Ibbenbüren

In den Räumen der „Alten Honigfabrik“ zeigt der Kunstverein Ibbenbüren Zeichnungen und Druckgrafiken der Künstler Gudrun Clausen aus Reckelsum / Lüdinghausen und Andreas Gorke aus Tecklenburg / Brochterbeck. Der gewählte Ausstellungstitel „Wasserschatten“ führt hierbei nicht in den Bereich Wasser gleich Windschatten, sondern bezieht sich auf das direkte Wortbild und assoziiert Wasser, das Schatten wirft, Spuren hinterlässt oder Spiegelungen provoziert.

In den Radierungen und Materialdrucken Gorkes hat das nasse Element noch viel mehr zu bieten und fungiert wesentlich mitgestaltend: Die ausgestellten Originaldruckplatten aus Zinkblech stammen vom Dach des Wohn- und Atelierhauses Gorkes und waren Jahrzehnte lang dem Regen, Hagel, Frost und im Sturm herabfallender Dachziegel ausgesetzt. Es entstanden Löcher und Lochfraß durch ätzendes Regenwasser, Sandabrieb und Nägel. Silikonverklebungen dienten jahrelang dem Schutz vor eindringendem Wasser. Gerade diese unterschiedlichen Oberflächenstrukturen hinterlassen im Prägedruck erstaunliche Ergebnisse. Zusätzlich bearbeitet Gorke einige Zinkplatten mit breiten ordnenden Linien aus Kunststoffklebebändern, Bindfäden und der Radiernadel. So entstehen im Druckprozess durch ein monochromes Blaugrün bis hin zum Grünblau und verschiedensten Setzungen Erinnerungen an Landschaften, bilden sich unerwartete Raumassoziationen und Weite.

Die Arbeiten von Gudrun Clausen hingegen beziehen sich unmittelbar auf das Wortbild „Wasser-schatten“. Gezeigt werden Radierungen in unterschiedlichsten Techniken im kleinen Format, aber auch Kohlezeichnungen und Fotografien von Wolken und anderen menschengeprägten Himmelserscheinungen. Bei diesen Wolkenstudien liegt das Augenmerk auf der Faszination des Flüchtigen, der Vielfältigkeit ihrer Erscheinungsformen von auftürmend kompakt bis zu spinnenwebartig filigran gerippt. Photographisch ist so im Laufe dieses Jahres ein eigenes Wolkenarchiv entstanden, das Grundlage für eine Reihe kleinformatiger Radierungen war. Im Vordergrund stand hierbei nicht eine möglichst genaue Wiedergabe der Fotografien, sondern eher die Annäherung an die gesehenen, flüchtigen Strukturen und den Versuch, diese zu verstehen und einzufangen.

Während des Ausstellungszeitraums kann eine ausgewählte Radierung mit dem Logo des Kunstvereins zu einem reduzierten Preis vom Künstler Andreas Gorke erworben werden: Die Auflage besteht aus ca. 20 Exemplaren. Diese Radierung wird mit ausgestellt.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 21. November um 18.00 Uhr in den Räumen des Kunstvereins Ibbenbüren e.V. in der Klosterstraße 21 (Alte Honigfabrik) statt. Die Einführung in die Werke der beiden Künstler übernimmt Andreas Schnieder, Kunsthistoriker aus Minden.

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